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Schwarzkohl

Italienischer Kohl, toskanischer Kohl, Schwarzkohl, Palmkohl. Viele Namen extistieren für das leckere und gesunde Gemüse aus der Toskana. Er kann als Ribollita-Suppe, Pesto, Antipasti, in Salaten oder in feinen Nudelgerichten eingesetzt werden.

Früher als eines der wichtigsten Wintergemüse in aller Beete und Munde erfährt der Blattkohl — insbesondere der Grünkohl gerade in den Städten als gesundes Lifestyleprodukt in Form von Smoothies und Chips ein kleines Comeback.

Die Pflanzen des Schwarzkohls werden nur ca. 1 m hoch und sind damit für einen Blattkohl eher niedrig, haben einen bis zu 6 cm dicken Stamm, der frisch als Viehfutter, getrocknet durch seine Festigkeit und Zähheit zum Ausbessern von Zäunen oder als Dachsparren verwendet wurde.

Früher wurden die unteren vier bis fünf Sommer- und Herbstblätter nach und nach zur Fütterung von Kleintieren und Ziegen genutzt. Dieses “Aufblättern” unterstützt das Längenwachstum der Pflanzen. Wurzeln verwendete man als Brennmaterial — so wurden alle Teile der Pflanze genutzt. Der Schwarzkohl ist nur bedingt winterhart — er hält schon Herbstfröste aus, verabschiedet sich aber im Laufe des Winters dann irgendwann doch noch. Geerntet werden kann daher im Hausgarten bis ca. Dezember. Dabei gilt: Je später geerntet wird, desto süßer und milder wird der Kohl im Geschmack, allerdings ist der Schwarzkohl von Beginn an aromatischer und süßer als die Grünkohle und benötigt den Frost nicht unbedingt für den Geschmack.

Wir haben derzeit folgende Sorten im Anbau:

  • Nero di Toscana: die eher kleinwüchsige (1 m), zartblättrige Schwarzkohlsorte wird bereits 1876 im Album Benary erwähnt und eignet sich gut zum Andünsten oder als Salat

Rezepte

Es sind Gemüsechips möglich, dazu bäckt man ihn entweder in einer Heißluftfritteuse oder im Ofen bei ca. 200 Grad mit ein wenig Öl und Gewürzen bis er schön knusprig ist.

Pasta pomodori a la Nero di Toscana

Daneben kann man Schwarzkohl gut zu Nudeln oder Kartoffeln integrieren, auch als Beilage zu Fleich- und Fischgerichten ist es eine tolle Variante. Hierzu rebelt man das Blattgrün von den Stängeln ab, dünstet Zwiebeln und Pinienkerne in Öl an, gibt gehackten Knoblauch hinzu, und gibt dann den Schwarzkohl hinzu. Etwas Muskat(-blüte) und Salz runden die Sache ab und nach 5 Minuten ist die Beilage fast fertig. Nun wird mit etwas (wenig) Zitronensaft abgelöscht und Pfeffer am Schluss hinzugegeben.
Als Erweiterung bieten sich Cherry-Tomaten oder getrocknete Tomaten an, die dann bereits mit dem Kohl in den Topf gegeben werden und so halb-weich sind. Die Sauce wird in die al-dente gekochten Nudeln direkt mit ein paar Esslöffeln des Nudelwassers vermischt und nach 2 Minuten serviert.

»Caldo verde« (Kartoffelsuppe mit Palmkohl aus dem Norden Portugals)

Zutaten: (mehlige) Kartoffeln, Zwiebeln, Knoblauch, Palmkohl — bevorzugt Nero di Toscana, ggf.
Chouriço / Räuchertofu, 1 Lorbeerblatt, ggf. etwas Nelkenpulver, Muskatnuss

Zubereitung: Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl in einem großen Suppentopf andünsten. (Mehlig kochende) Kartoffeln ebenfalls kurz im Öl mit dem Lorbeerblatt und ggf. etwas Nelkenpulver, anbraten und anschließend das Ganze mit reichlich Wasser aufgießen. Bei niedriger Temperatur und unter gelegentlichem Umrühren werden die Kartoffeln bei geschlossenem Topf so lange gekocht, bis sie sich auflösen und eine sämige Brühe entsteht. Traditionell wird in dieser Brühe wird ein Chouriço (kräftig gewürzte, grobe Schweinswurst; alternativ Räuchertofu) mitgegart, das später herausgenommen und in dünne Scheiben geschnitten wird. Die fertige Suppe wird mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. Dann gibt man in feine Streifen geschnittene Blätter Palmkohl (in Portugal „Couve Galega“) in die Suppe, und kocht die Suppe noch einmal auf — allerdings nur so kurz, dass die Kohlblätter noch etwas Biss haben. Die heiße Suppe serviert man mit dem aufgeschnittenen Chouriço, einem Schuss Olivenöl und einer Scheibe Brot.

Wirkung

Schwarzkohl hat einen der höchsten Gehalte an Betacarotinen in Lebensmitteln, roh einen sehr hohen Vitamin C Anteil, gesundheitsfördernde Senfölglykoside und viel Vitamin K. Damit zählt er gerade im Winter zu einem wichtigen Nahrungsmittel in unserem Klima.

Ernteanteil

Blattkohl ist immer wieder in Ernteanteilen von Juni bis Oktober enthalten.**