Schaufel&Gabel
Bunte Obst- und Gemüsevielfalt
vom Kapellgarten Jaudenmühl

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Tomate

Tomate (Solanum) gehört zu den Nachtschattengewächsen. Ihre Wildformen sind/waren ursprünglich in Mittel- und Südamerika beheimatet und wurden dort von den Maya, Azteken und anderen Völkern kultiviert. Christoph Kolumbus und Hernán Cortés brachten sie als Rarität nach der Eroberung Mexikos Anfang des 16. Jahrhunderts nach Europa, dort wurde sie vor allem als Zierpflanzen in den Gärten der Vermögenden im Süden Spaniens und Italiens gepflanzt, vermutlich erst ab dem 18. Jahrhundert (Italien) auch als Gemüse angebaut. In Deutschland war sie erst viel später — Anfang des 20. Jahrhunderts als essbare, leckere Saucen-, Suppen- und Salatzutat allgemein bekannt.

Wir haben derzeit folgende Freilandsorten im Anbau:

Cocktail- & Wildtomaten:

  • Golden Currant: murmelgroße, goldgelbe, süß-aromatische Wildtomate mit kräftigem Wuchs
  • Primabella: rot-reifende, feste, süßsauere, Früchte und kräftige Pflanze mit hoher Widerstandsfähigkeit gegen Kraut- und Braunfäule
  • Helsing Junction Blues: dunkelblau-lila-farbige, süßsäuerliche Cocktailtomate mit wundervollem Sternchen unter dem Blattansatz an der Frucht — auch die Pflanze hat blaue Triebe (Züchter: Tom Wagner)

Salat-/Fleischtomaten:

  • Schönhagener Frühe: runde gelbe, aromatische Cocktailtomate mit frühem und lange andauerndem Ertrag und sehr wüchsiger Pflanze (Dreschflegel-Freilandtomatenzüchtung)
  • Moneymaker: englische Freilandsorte mit roten, früh reifenden Früchten (Alte Sorte)
  • De Berao: alte, bis 4 m hohe, relativ krautfäuletolerante Marktomatensorte mit langovalen, großen, leicht mehligen Früchten, die besonders zum Kochen, Einkochen, für Ketchup und Tomatensoße geeignet sind
  • San Berao: aus “De Berao” und “San Marzano” (robuste, alte Marktomatensorte aus Kampanien, Italien, deren aromatische, rote Früchte auch gut für die Verarbeitung zu Saucen und zum Einmachen geeignet sind) neu gezüchtete Flaschentomatensorte. Die Wuchskraft hat sie von “De Berao”, die Fruchteigenschaften von “San Marzano”, allerdings ist sie nicht so Blütenendfäule-anfällig wie die legendäre, alte italienische Sorte (Dreschflegel-Freilandtomatenzüchtung)
  • Vivagrande: Rote Fleischtomate für den ungeschützen Freilandanbau (Culinaris-Neuzüchtung, Open-Source-Saatgut)
  • Rondobella: Große, rote Salattomate mit extrem hoher Widerstandsfähigkeit gegenüber Kraut- und Braunfäule
  • Marglobe: frühreifende, rote, flachrunde, leicht gerippte und sehr saftige Salattomate
  • Paprikaförmige: aromatische Fleischtomate (Ochsenherzaroma!) mit schweren Früchten und Freilandanbau-Eignung (Culinaris-Saatgut)

Verwendung

Roh als Snack, als Salat mit Mozarella und Basilikum, gewürfelt eingekocht als frische Tomatensauce (viel besser als mit Tomatenpassata!) mit frischer Zwiebel, Knoblauch und Kräutern, als Tomatensaft — ihr wisst sicher besser als wir, wie ihr sie am liebsten mögt.

Daher von uns nur ein Tipp zur Lagerung — bitte lagert sie bei Raumtemperatur (optimal 13-18 °C) — im Kühlschrank verlieren sie ihr Aroma und Haltbarkeit. Sie halten sich bei Raumtemperatur viele Tage solange sie keinen Riss haben…

Grüne Früchte sowie Blätter und Stängel sind schwach giftig — eine Ausnahme bilden grüne Sorten wie die ‘Green Zebra’, die reif nicht mehr Solanin enthalten sollen als rote Früchte. Unreife Früchte können — z.B. in einer Kiste oder auf Zeitungspapier — auf einem Schrank nachgereift werden, das heißt, sie röten nach.

Wirkung

Tomaten enthalten Vitamin A, B1, B2, C, E, Niacin sowie viele Mineralstoffe (insbesondere Kalium) sowie viele Spurenelemente.

Ernteanteil

Tomate war/ist in Ernteanteilen ab Anfang August 2020 enthalten.**