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Paprika

Paprika stammen ursprünglich aus Südamerika, Wildformen wurden bereits um 7.000 v. Chr. genutzt. Kolumbus brachte sie (vmtl. Chili) als Würzmittel “Pimienta” (Pfeffer) von seiner Reise nach Europa, über Jahrhunderte wurden tausende von Sorten in allen Größen und Schärfegraden gezüchtet — hier werden nur die milden Block- und Spitzpaprika beschrieben.

Wir haben derzeit folgende Sorten im Anbau:

Spitzpaprika:
[- Fritz (Kultursaat e.V. Sorte; Snackpaprika): sehr spätreifende, robuste, standfeste, eher kleine grün bis karmesinrote Spitzpaprika mit fleischiger Wand, sehr aromatischem Geschmack und guter Haltbarkeit nach der Ernte. Als sehr spätreife Sorte angegeben.]

  • Frühzauber: länglich-herzförmige, dickwandige Spitzpaprika, die hellgrün noch etwas herb, (hell-)rot dann aromatisch-süß schmeckt. Als frühe Sorte angegeben, reift nach dem Roten Augsburger.
  • Roter Augsburger (Culinaris-/Arche Noah-Sichtung für Low-Input-Kultivierung in Töpfen und im Freiland): feuerrote Spitzpaprika mit süß-aromatischen, knackigen, dünnwandigen Früchten, die auch im Freiland relativ gute Erträge bringt. Mit Frischkäse gefüllt ist sie sehr fein. Wegen ihrer dünnen Schale ist sie gut zum Trocknen geeignet. Als sehr frühe Sorte angegeben, am Alpenrand ab Ende August.
  • Sweet Chocolate (Dreschflegel Saatgut): längliche dickfleischige Früchte, die früh (am Alpenrand ab September?) von dunklem Grün nach Schokoladenbraun-ziegelrot abreift. Auch grüne Früchte sind schon aromatisch.

Blockpaprika:
-[Neusiedler Ideal: Traditionelle österreichische, robuste, mittelgroße dünnwandige Blockpaprika mit gelblich-grünen bis roten Früchten. Oft bereits grün genutzt. Bevorzugt warmen, sonnigen, windgeschützten Standort. Als mittelfrühe Sorte angegeben. Wir mussten jedoch feststellen, dass selbst diese — vermutlich einzige für unseren Standort und Freilandanbau in Frage kommende — Blockpaprika kaum geeignet ist: leider haben uns die Schnecken keine einzige gelassen… vielleicht versuchen wir es 2021 noch einmal.]

Verwendung

Gemüsepaprika werden unreif (grün, gelb) oder reif (rot) in der Küche verwendet — roh im Salat, eingelegt oder eingemacht, fermentiert, gekocht oder gefüllt. Gewürzpaprika (z.B. für Ungarisches Gulasch) haben wir unter Chilis gelistet, da sie meist leicht scharf sind. Die grünen Teile der Pflanze sind leicht giftig und sollten nicht verwendet werden — wie bei vielen anderen Nachtschattengewächsen.
Paprika hält sich roh ca. 2-3 Tage, im Kühlschrank ungefähr eine Woche.

Gefüllte Paprika mit Feta
Zutaten: Block- oder Spitzpaprika, Feta aus Schaf-/Ziegenmilch, Olivenöl, 1 Zehe Knoblauch, mediterrane Kräuter, Salz, Pfeffer.
Der Backofen wird auf 180 °C mit Ober- und Unterhitze vorgeheizt. In einer Schüssel zerkleinert man genügend Feta zum Füllen der Paprika, rührt 1 rohes Ei und einen Schuss Olivenöl unter und würzt die Mischung mit einer gehackten Zehe Knoblauch, wenig Salz (Feta ist bereits salzig!), Pfeffer und mediterranen Kräutern (Thymian, Oregano/Majoran, Rosmarin, …).
Stiel und Kernhaus der Paprika werden entfernt und die Ei-Feta-Masse in die Paprika gefüllt. Fertig befüllt legt man sie so auf ein geöltes Backblech, dass möglichst wenig Flüssigkeit beim Backen auslaufen kann. (Wenn das Backen schneller gehen soll, kann man die Paprika auch halbieren.) Die gefüllten Paprika werden nun ca. 30-45 Minuten lang gebacken bis die Füllung eine goldgelbe Farbe hat und die Paprika weich sind. Dazu passt Weißbrot/Kartoffeln oder Reis.

Wirkung

Paprika/Chili/Peperoni enthalten unter anderem relativ viel Vitamin C, viele Flavonoide und Carotine. Die Schärfe liefert das Capsaicin, das einen Hitze- oder Schmerzreiz auslöst — je schärfer die Frucht, desto mehr Capsaicin enthält sie. Capsaicin wirkt verdauungsfördernd, bei äußerlicher Anwendung wärmend (z.B. in Wärmecremes/-pflastern gegen Rheuma und Gliederschmerzen) und hat antibiotische/desinfizierende Eigenschaften (Abtötung bakterieller Krankheitserreger und Pilze).

Ernteanteil

Paprika war/ist immer mal wieder in Ernteanteilen ab Ende August 2020 enthalten.**